Falschbehauptungen durch Amtsträger der JVA Wittlich in öffentlichen und behördlichen Dokumenten

Vor 30 Jahren wäre ein Amtsträger, der Falschbehauptungen schriftlich aufgestellt hätte, sofort aus dem Amt entfernt worden, zumindest hätte ein solches Verhalten ernste Konsequenzen gehabt.

Heute ist das anders:

Im Vollzugsplan zu meiner Person vom 26.03.2019 behauptete die Vollzugsabteilungsleiterin (VALin) A. der Abteilung 6 der JVA Wittlich aus objektiver Sicht wider besseres Wissen, ich würde miten Entscheidungsträgern nur schriftlich oder per Anwalt kommunizieren (Seite 3, unten):

Das ist faktisch unwahr. Ich habe gerade ihr und dem Amtsleiter Patzak mehrfach seit Vefahrenseinstelllung deutlich – für jeden verständlich – in schriftlicher Form mitgeteilt, dass ich eben zu persönlichen Gesprächen bereit sei (Daten der Schreiben an die Entscheidungträger 15.12.2018,07.01.2019 und 19.02.2019).

Davon wusste also VALin K. sehr wohl bescheid. Sie erwähnt es sogar an anderer Stelle im Vollzugsplan (Seite 14), was die vorherige Falschbehauptung in einem noch schlechterem Licht erscheinen lässt.

Das alles wurde verwendet, um meine Person schlecht darzustelen.

Hier geht es zum Vollzugsplan:

Vollzugsplan vom 26.03.2019 der JVA Wittlich.

Ein umfangreicher Bericht zum gesamten Vollzugsplan folgt in Kürze auf DJP.

Der VAL S. der Abteilung 5 der JVA Wittlich behauptete wider besseres Wissen der Wahrheit zuwider in einer gerichtlichen Stellungnahme, ich sei aufgrund eines Strafbefehls zurückverlegt worden (Seite 5).

Das ist unwahr. Ich wurde aufgrund eines dünnen Verdacht zurückverleg, der sich freilich nicht erhärtete, der Strafbefehl, der gut 8 Monate nach Rückverlegun beantragt wurde, wurde nie rechtskräftig, das Verfahren wurde eingestellt.

Auch der VAL S. wusste dies ganz genau. Er legte den Strafbefehl, der durch die Staatsanwaltschaft Mainz im Juli 2018 beantragt wurde, der besagten Stellungnahme bei (Seite 7).

Hier geht´s zur Stellungnahme:

Stellungnahme der JVA Wittlich vom 22.08.2018 im Verfahren vor dem Landgericht Trier zu Az.: 10 StVK 644/18.

Das ist wirklich unfassbar. Zwei Falschbehauptungen zu meinen Lasten, die offensichtlichkeinen verwundern und/oder stören. Bald werden die Ergebnisse im Detail publiziert.

Die Justizvollzugsanstalt Wittlich prüfte diese auf Erhebung meiner Dienstaufsichtsbeschwerden nicht einmal, da die Schriftstücke schon gerichtlich geprüft wurden, aber nicht die Falschbehauptungen an sich.

Mit Schreiben vom 13.08.2019 führe ich die Dienstaufsichtsbeschwerden durch Übersendung an das Justizministerium weiter. Ein Bescheid liegt noch nicht vor. Ergeht dieser in angemessener Zeit, so ich warte ich bis dahin, bis ich die Dienstaufsichtsbeschwerde und die Bescheide auf Das Justitia-Paradoxon publiziere. Dauert es zu lange, so tue ich das bereits vorher.

Das Fehlverhalten liegt ja aus objektiver Sicht und nachweislich vor. Beide kannten die Wahrheit und verwendeten zu meinen Lasten stattdessen lieber Falschbehauptungen.

Diese Frage stellt sich also nicht. Die Frage ist nur, ob die Aufsichtsbehörde (Justizministerium) diese Verhaltensweisen ahnden will und in welcher Form das geschieht. Darauf warten wir mit Spannung.

Leider ist meine Erfahrung die, dass Fehlverhalten von Justizbediensteten selbst, egal wie deutlich es ist, heruntergespielt und nicht geahndet werden, was ich als einen großen Teil des Kernproblems ansehe.

Wie soll sich ein System weiterentwickeln, wenn Kritik von den Betroffenen ignoriert wird und die Justiz nicht in der Lage ist, sich selbst zu korrigieren?

Das, was man von uns Straftätern erwartet, nämlich zu allen Fehlern zu stehen und diese nicht zu bagatellisieren, tun die Verantwortlichen für die Justiz Rheinland-Pfalz selbst oft leider nicht.

Wie soll das funktionieren?

Nun ja, nun bleibt der Bescheid abzuwarten. Schriftliche Falschbehauptungen durch Amtsträger sind schließlich keine Bagatelle.

 

Wichtige Entscheidung durch den Bundesgerichtshof (BGH) in Strafsachen gegen Justizbedienstete am 25. September 2019

Das Justitia-Paradoxon äußert sich zu den Verurteilungen wegen fahrlässiger Tötung und Beihilfe zum Fahren ohne Führerschein gegen Justizbedienstete, darunter die Dezernentin und stellvertretende Anstaltsleiterin D. der Justizvollzugsanstalt Wittlich, durch das Landgericht Limburg im Jahre 2018.

01.09.2019 – Zum Monatsanfang wollen auch wir uns zur anstehenden Revisionsverhandlung in Strafsachen gegen Justizbedienstete äußern. Wir berichten dazu den Hintergrund, das Thema und den Umgang mit dem offenen Verfahren.

Hintergrund:

Ein Strafgefangener, der wegen seiner riskanten Fahrweise mehrmals verurteilt wurde und mehr als 20 Verkehrsdelikte in seinem Vorstrafenregister hatte, wurde in den offenen Vollzug verlegt.

Dann passierte etwas sehr tragisches. Während und mit Hilfe der vorher gewährten Lockerungen setzte sich der Strafgefangene ohne Führerschein erneut an das Steuer eines PKW. Er geriet in eine Polizeikontrolle, missachtete diese und flüchtete. Die Polizei nahm die Verfolgung auf. Deshalb fuhr der Verfolgte in falscher Fahrtrichtung auf eine Bundesstraße auf, weiter verfolgt von der Polizei mit Sondersignal. Dadurch unter Druck gesetzt, erhöhte der Gefangene die Geschwindigkeit und stieß letztendlich mit einem Fahrzeug einer 21-Jährigen zusammen. Die junge Frau erlag dabei ihren tödlichen Verletzungen.

Es ist wirklich unfassbar tragisch, dass eine junge und völlig unschuldige Frau um´s Leben kam.

Der Gefangene wurde wegen dieser Tat zu lebenslanger Haft verurteilt.

Die Staatsanwaltschaft klagte aber ebenfalls Entscheidungsträger des Strafvollzugs an, weil sie die Voraussetzungen einer fahrlässigen Tötung als erfüllt ansah.

Die Beschuldigten sollen in grob pflichtwidriger Weise die Verlegung des Gefangenen in den offenen Vollzug bewirkt haben, wodurch dann erst die Fahrt des Gefangenen mit Ergebnis des tragischen Ausgangs möglich wurde.

Das Landgericht Limburg sah das genauso und verurteilte zwei Justizbedienstete zu Bewährungsstrafen, darunter auch die Dezernentin und stellvertretende Anstaltsleiterin D. der JVA Wittlich – zu neun Monaten auf Bewährung wegen fahrlässiger Tötung.

Die Gewerkschaft DER Justizbeamten BSBD kritisierte daraufhin das Urteil, weil sie befürchtete, dass kein Bediensteter mehr Verantwortung dafür übernehmen wird, Gefangene zu lockern. Lockerungen sind aber ein erheblicher Resozialisierungsfaktor.

Die verurteilten Justizbediensteten legten Revision ein, somit sind die Urteile nicht rechtskräftig.

Am 25. September 2019 findet nun die Verhandlung in der Revision der Urteile des LG Limburg vor dem Bundesgerichtshof in Karlsruhe statt.

Der Umgang mit diesem offenen Verfahren

Die Dezernentin und Stellvertreterin des Anstaltsleiters der JVA Wittlich, Patzak, verrichtet weiterhin ihren Dienst.

Aus rechtlicher Sicht ist das einwandfrei. In Deutschland gilt die Unschuldsvermutung. Bis zu einem rechtskräftigen Urteil eines Strafgerichts ist jeder Beschuldigte unschuldig. Das ist auf höchster europäischer Ebene, nämlich in der Europäischen Menschenrechtskonvention (EMRK) in Artikel 6 Absatz 2 festgelegt. Die Unschuldsvermutung ist wohl das höchste Gut eines Rechtsstaats. Unter Kollegen in der Justiz wird daraufhin peinlich genau geachtet.

Wie die Justiz mit der Unschuldsvermutung von Gefangenen umgeht, können Sie im Artikel auf DJP dazu lesen. Diesen finden Sie hier.

Ob also der Anstaltsleiter erheblicher Zweifel bis zum Abschluss des Verfahrens hat oder nicht, obliegt ihm. Beide Justizbedienstete sind bis zu einem rechtskräftigen Urteil unschuldig.

Die Reaktion der BSBD

Diese Reaktion sehen wir kritisch. Ein gerichtliches Urteil sollte nur dann kritisiert werden, wenn konkrete Rechtsfehler benannt werden oder beispielsweise davon ausgegangen wird, dass das Gericht nicht objektiv war.

Die Gewerkschaft kritisiert aber pauschal, dass überhaupt ein Urteil ergangen ist. Das ist fragwürdig. Wenn Straftaten begangen wurden, so sah es ja schließlich das Landgericht Limburg , so müssen die mutmaßlichen Straftäter verurteilt werden, ganz egal, welche Folgen das hat. Indes kann keiner  erwarten, dass Urteile nicht verhängt werden, obwohl ein Gericht auf eine Schuld erkennt, weil die Konsequenzen schlecht sind. Ein Gericht setzt sich nur mit der Schuldfrage selbst auseinander und eben nicht mit den Folgen für andere. Das ist sogar verboten. Ein Gericht darf keinen mutmaßlichen Straftäter freisprechen, weil es negative Folgen befürchtet, obwohl es die Schuld für erwiesen hält.

Negative Folgen hat jedes Urteil in Strafsachen. Die Verurteilten sind z.B. vorbestraft, von der Familie getrennt und verlieren ihren Arbeitsplatz.

Die Folgen hier sind jedoch gewichtiger. Es geht darum, dass Justizbedienstete ihre Aufgaben nicht mehr wahrnehmen und keine Gefangenen mehr lockern, weil sie selbst keine Verantwortung übernehmen wollen. Tatsächlich gehen die Entscheider seit dem Urteil des Landgerichts Limburg noch wesentlich restruktiver bei der Beurteilung vor, ob Gefangene gelockert werden können. Da dies in Bezug auf die notwendige Resozialisierung ernste Folgen hat, steh außer Frage.

Die Gewerkschaft hat also zurecht befürchtet, was danach auch eingetreten ist. Dennoch kann ein Gewicht nur freisprechen, wenn eine Schuld nicht nachgewiesen werden kann. So liegt es hier nicht aus Sicht des LG Limburg, weswegen das Landgericht Limburg die Beschuldigten verurteilen musste, trotz der absehbaren Konsequenzen für den Strafvollzug.

Das Verhalten der Bundesanwaltschaft

Die Art und Weise, wie der Generalbundesanwalt außergerichtlich und öffentlich mit dem offenen Verfahren umgeht, halten wir für – gelinde gesagt – seltsam.

Dazu erklären wir hier erst einmal ganz grob, wieso nun die Bundesanwaltschaft die Anklage vertritt.

Der Strafvollzug und die Strafverfolgung ist im förderalistischen Deutschland grundsätzlich Ländersache.

Welches Gericht zuständig ist, ergibt sich prinzipiell aus der Art und Schwere des Deliktes, aus dem Delikt selbst und der Dauer der zu erwartenden Haftstrafe.

Vereinfacht ausgedrückt, sind leichtere Vergehen Gegenstand von Verhandlungen vor den Amtsgerichten. Die nächste „Stufe“ sind die Schöffengerichte, die bei den Amtsgerichten angesiedelt sind. Vor Landgerichten werden die schwersten Straftaten vehandelt, wenn diese nicht beispielsweise Terrorismus sind, diese werden dann erstinstanzlich schon vor den Oberlandesgerichten verhandelt.

Nach der erstinstanzlichen Zuständigkeit richtet sich dann das sog. Berufungs- und/oder das Revisionsverfahren.

Während erstinstanzlich durch Amtsgerichte ergangene Urteile erst durch Berufung anzufechten sind, werden erstinstanzliche Urteile von Landgerichten durch das Rechtsmittel der Revision angefochten, welche in diesem Falle vor dem Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe verhandelt wird.

Da der BGH ein Bundesgericht ist, vertritt die Bundesanwaltschaft die Anklage, die im sog. Ersten Rechtszug eben vor dem Landgericht Limburg von der dort ansässigen Staatsanwaltschaft vertreten wurde.

Die Bundesanwaltschaft ist im nun anstehenden Prozess also die Vertretung der Anklage. In der Regel ist es naturgemäß so, dass diese derselben Ansicht ist wie die Staatsanwaltschaft, zumindest dann, wenn die Verurteilten – wie hier – in Revision gehen und nicht die Staatsanwaltschaft selbst, weil diese mit dem Urteil nicht einverstanden ist.

Die Anklagevertretung vor dem BGH ist aber daran nicht gebunden. Sie kann auch anderer Meinung zur erstinstanzlichen Entscheidung sein. Das muss sie sogar, wenn sie nach bestem Wissen und Gewissen der Ansicht ist, dass das erste Urteil zu Unrecht ergangen ist, sowie es hier der Fall ist.

Das kommt also schon einmal vor, ist aber selten. Dass sich aber die Bundesanwaltschaft oder sogar der Generalbundesanwalt selbst an ein Gericht wendet und diesem massiven Fehler vorwirft, was dann aber auch noch an die Öffentlichkeit gelangt, ist äußerst ungewöhnlich und – wie wir finden – bedenklich.

Dem „Trierer Volksfreund“ soll einem Medienbericht zufolge ein Schreiben vorliegen, das der Generalbundesanwalt an das Landgericht Limburg gerichtet haben soll. Mit diesem Schreiben soll dieser dem Limburger Gericht massive Fehler vorgeworfen haben, insbesondere soll dieser offenbar keine gravierenden Versäumnisse bei der Beurteilung zur Eignung des Gefangenen für den offenen Vollzug sehen. Ebendieser Zeitung soll auch die Information vorliegen, dass die Bundesanwaltschaft auf Freispruch für die Dezernentin und stellvertretende Anstaltsleiterin D. der JVA Wittlich plädieren will. Das Verfahren gegen den zweiten Verurteilten soll demnach an das Limburger Landgericht zurückverwiesen werden.

Dass diese Informationen an die Öffentlichkeit gelangt sind, wirft wieder einmal, sofern diese korrekt sind, ein schlechtes Licht auf die Justiz, ebenso der Brief an das Gericht, so unsere Meinung.

Es ist nicht gerade vertrauenserweckend, dass sich eine Anklagevertretung außerhalb des Gerichts so vehement für Beschuldigte einsetzt. Auch gibt es keinen Grund und es ist zudem außerordentlich, dass die Bundesanwaltschaft ein Gericht anschreibt und diesem Fehler vorwirft.

Das alles gehört in das ordnungsgemäße Verfahren. Dort kann jeder Beteiligte seine Anträge und Plädoyers stellen/alten. An die Öffentlichkeit gehört das in der jetzigen Form und mit dieser Deutlichkeit nicht.

Wie geht es weiter und worum geht es jetzt?

In fast allen Medienberichten zum Verfahren wird primär über die negativen Folgen für den Strafvollzug abgestellt, die tatsächlich vorhanden sind.

Uns geht es hierbei aber in erster Linie um den tragischen Ausgang, der ein Menschenleben beendete. Das Opfer und deren Angehörige haben das Recht, dass jeder zur Verantwortung gezogen wird, der eben mitverantwortlich ist. Das entscheiden allein die Richterinnen und Richter.

Die Kritik der Gewerkschaft (BSBD) bezieht sich grundsätzlich darauf, dass überhaupt ein Urteil ergangen ist. Nach Ansicht dieser dürfen danach grundsätzlich keine JVA-Bedienstete für ihre Entscheidungen zu Lockerungen verantwortlich gemacht werden.

Auch ist häufig zu lesen, dass man sich fragt, ob „Dritte“ für die Verbrechen anderer mitverantwortlich gemacht werden können.

Insgesamt wird der Eindruck erweckt, dass es um die grundsätzliche Frage ginge, ob JVA-Bedienstete verantwortlich für Straftaten der Gefangenen sein können.

Diese Frage ist aber längst beantwortet – und zwar mit einem klaren Ja.

Im Straftatbestand der fahrlässigen Tötung (§ 222 Strafgesetzbuch) heißt es:

„Wer durch Fahrlässigkeit den Tod eines Menschen verursacht, wird mit Freiheitstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.“

Jeder ist für sein Handeln und die Folgen dessen verantwortlich. Bei der fahrlässigen Tötung geht es ja gerade darum, ob der Tod durch Fahrlässigkeit entstanden ist. Ist das der Fall, so ist die verurteile Person mitverantwortlich und gerade kein unbeteiligter Dritter.

Das Landgericht Limburg hat ja die Beschuldigten nicht deshalb verurteilt, weil diese einen Gefangenen lockerten, der dann einen tödlichen Unfall Verursachte, sondern deshalb, weil es eine Mitschuld bei den Verurteilten sah, da diese aus Sicht des Gerichts eine Beurteilung abgaben, die rechtsfehlerhaft war bzw. auf fehlerhafte Prüfung beruhte. Sie wurden also für einen Fehler verurteilt, der mit zum Tod eines Menschenführte und nicht lapidar dafür, dass der Gefangene gelockert wurde. Hätte dieser kein Verkehrsdelikt im Vorstrafenregister gehabt, sondern z.B. Diebstahl und wäre der tragische Unfall trotzdem geschehen, hätte sie keiner zur Verantwortung gezogen.

Genau um diese präzise Fragen geht es: Hätte der Gefangene gelockert werden dürfen oder nicht? Und: Haben die Verurteilten den Sachverhalt korrekt und rechtsfehlerfrei geprüft?

Das haben allein die kompetenten Bundesrichterinnen und –richter zu entscheiden.

Fazit von Das Justitia-Paradoxon:

Uns ist selbst oft aufgefallen, dass häufig die Gefangenen gelockert werden, die andere verraten und den Entscheidungsträgern „Honig um´s Maul schmieren“. Eine solche Lockerung nach Sympathie ist aber gefährlich und rechtswidrig. Gelockert werden dürfen eben nur die Gefangenen, die dafür geeignet sind, ob der Vollzug sie mag oder nicht.

Das hat gute Gründe, denn ein ungeeigneter Straftäter, bei welchem Missbrauchsgefahr besteht, kann durchaus sympathisch sein. Lockern darf man diesen aber nicht.

Der Strafsenat des BGH hat keine leichte Aufgabe.

Zum Glück besteht dieser aber aus Richterinnen und Richtern, die wissen, was sie tun und nicht öffentlich zu beeinflussen sind. Denn so einfach, wie der Sachverhalt für viele scheint, ist er nicht.

Für den Strafvollzug wäre ein Freispruch gut. Wir wünschen uns diesen auch deshalb. Das aber nur dann, wenn die Beschuldigten wirklich unschuldig sind bzw. eine Schuld nicht zweifelsfrei erwiesen werden kann, ihnen ein Freispruch also zusteht.

Für ganz Deutschland wäre es natürlich schlecht, wenn ein Freispruch trotz Schuld nur deswegen erfolgt, weil die Folgen schädlich wären. Der Strafvollzug müsste sich bei Bestätigung der Urteile ebendann neu ausrichten und Mittel und Wege finden, die Gefangenen, trotz möglicher Konsequenzen bei mutmaßlichem Versagen, zu lockern.

Wir halten dne Freispruch nicht für so sicher, wie es offenbar viele andere tun, dennoch bleibt, aufgrund der Folgen, auf die Unschuld und dem dann logischen Freispruch zu hoffen. Denn letztendlich muss ein Urteil gerecht sein. Schuldige müssen die Härte des Gesetzes spüre, während Unschuldige nichtbelangt werden dürfen.

Der Bundesgerichtshof wird es schon richten. Bei alldem Hoffen und Erwarten dürfen aber niemals die tragischen Konsequenzen des Unfalls vergessen werden. Denn nur darum geht es. Eine junge Frau kam ums Leben und Familie und Freunde werden das nie vergessen können. Daran sollte jeder zuallererst denken.

Wir halten Sie informiert!

Ihr Team von DJP

 

 

Kein Anstaltsarzt in der Justizvollzugsanstalt Wittlich

Über die teils schlechte medizinische Versorgung im rheinland-pfälzischem Strafvollzug wurde schon häufig berichtet. Nicht nurvon uns, sondern allgemein in der Presse.

Nun müssen wir von einer weiteren sehr eklatanten und gefährlichen Situatio aus der JVA Wittlich berichten.

In dieser Anstalt gibt es seit Monaten keinen Anstaltsarzt. Melden sich die Gefangenen zum Arzt, so sind dort lediglich die Sanitäter anwesend. Dies ist äußerst problematisch, weil diese dann entscheiden müssten, ob es ernste gesundheitliche Probleme sind oder nicht. Das können aber nur Ärzte.

Außerdem werden z. B. gesundheitliche Gutachten bzgl. der Erreichung von Therapieplätzen nicht erledigt. Diese liegen seit Monaten unbearbeitet herum.

Der Arzt der Chirurgie des JVKs (Justizvollzugskrankenhaus) sollte dies zusätzlich übernehmen, was er zeitlich jedoch nicht bewältigen kann. Wie soll das auch funktionieren?

Warum wird in der JVA Wittlich nicht wenigstens ein Anstaltsarzt eingestellt, so dass die gesundheitliche Grundversorgung einigermaßen gesichert ist?

 

Warum ist es so wichtig, dass die Probleme des Strafvollzugs Rheinland-Pfalz benannt und behoben werden?

Verheimlicht jemand Kritik über ihn, so kann man davon ausgehen, dass was Wahres dran ist. Das ist grundsätzlich so.

Warum ist die Justiz RLP so sehr daran interessiert, dass ich nicht aufkläre?

Ganz einfach: Meine Kritik ist im Kerne richtig und es gibt überhaupt keinen Anspruch der Justiz, diese zu verhindern.

Kritik, auch und gerade die gegen Staatsapparate, ist ein Strukturmerkmal der Demokratie. Das unterscheidet eine freiheitliche Demokratie von Diktaturen usw. Missstände müssen zuerst einmal benannt werden, so dass die Öffentlichkeit darauf aufmerksam wird. Nur so lassen sich die Verantwortlichen dazu bewegen, Veränderungen anzustoßen.

Es gibt überhaupt keinen vernünftigen Grund, diese Kritik zu unterbinden. Auch habe ich nie in meinem Leben jemanden beleidigt oder ähnliches. Die Verantwortlichen fassen aber offensichtlich die Wahrheit über sie und die Kritik per se als Beleidigung auf. Das jedoch ist eine subjektive Fehleinschätzung, die nicht relevant ist.

Am schlimmsten finde ich, die Ignoranz, die mir ständig begegnet. Z. B. las ich u. a. von einem Richter, (…) sofern es überhaupt Defizite im Strafvollzu gibt. Die Richterin des Landgericht Mainz schrieb in einem Beschluss zum Rückverlegungsverfahren „vermeintliche Missstände.“

Aufwachen wäre gut! Natürlich gibt es Missstände im Straffvollzug Rheinland-Pfalz. Die Kriminalitätsstatistik sinkt, dennoch sind die Gefängnisse voll. Man hört ständig von Skandalen, von Todesfällen, von Ermittlungs- und Strafverfahren.

Sogar rheinland-pfälzische Politiker sprechen öffentlich von „Problemen im Strafvollzug“, so z. B. der rechtspolitische Sprecher der CDU, Herder (damals bei Bekanntgabe der Umbaupläne der JVA Wittlich zur Schließung weiterer Haftplätze).

Es ist reine Fiktion, dass der Strafvollzug in Rheinland-Pfalz keine Probleme hat. Das belegt auch mein Fall und der Umgang mit Kritik. Alles ist den Verantwortlichen offensichtlich lieber, als endlich mit der Arbeit zu beginnen und eine Zäsur einzuleiten. Diese ist nötig, denn durch kleinere Korrekturen lassen sich die Probleme meines Erachtens nicht mehr beheben. Es entstünde ein Fliderteppich, der letztendlich zu nichts führte.

Es sollte jede Kritik ernst genommen werden. Durch das Mundtot machen des Kritikers lösen sich die Probleme nämlich nicht.

Nicht die Skandale selbst bringen Probleme, sondern der Umgang damit. Ich habe so oft versucht, klärende Gespräche mit den Verantwortlichenzu führen, jedoch wurde das insbesonders während meiner Lockerungen nicht wahrgenommen. Erst dann, als ich nicht mehr gelockert war und aufgrund der Zeitverschwendung durch Gesprächsbereitschaft, „wollte“ das Ministerium mit mir sprechen, hier in der JVA Wittlich. Wie soll das gehen? Wie soll ich in der Haft vernünftig  ein klärendes Gespräch führen, ohne die Unterlagen, die dazu nötig sind und die bei mir Zuhause liegen?

Immer dann, wenn ich nicht mehr zu Gesprächen bereit war, „wollte“ man mit mir sprechen. Es ist leicht, so eine Gesprächsbereitschaft zu suggerieren. Hätte wirklich Interesse daran bestanden, mit mir über die Ereignisse zu sprechen, so hätte man eines der zahlreichen Gesprächsangebote während meiner 15 Monate dauernden Lockerung angenommen.

Warum aber wollte ich überhaupt mit den Verantwortlichen sprechen und das trotz der Rückverlegung?

Dafür gibt es einige Gründe. Der am schwersten wiegende ist der, dass ich verhindern wollte, dass durch die Aufklärung des Verhaltens dem Ansehen der gesamten bundesdeutschen Justiz geschadet wird. Daher erwähne ich an dieser Stelle und das ist eben auch an Justizbedienstete in ganz Deutschland gerichtet:

Meine Publikationen zielen primär auf die Justiz, insbesondere den Strafvollzug in Rheinland-Pfalz ab. Ich kenne nur diesen und ich urteile nur üer das, was ich kenne.

Natürlich komme ich nicht drumherum, auch allgemeine Umstände des Strafvollzugs anzusprechen. Dabei geht es aber dann eben um allgemeine Themen, nicht um konkrete Vorfälle, außer diese sind z. B. Teil der Presse.

Mir ist wichtig, das klarzustellen. Viele andere Bundesländer sind bzgl. Strafvollzug viel weiter fortgeschritten und machen sich ernsthaft Gedanken darüber. Deshalb und weil ich ihn eben nicht kenne, mische ich mich nicht großartig in den Strafvollzug anderer Bundesländer ein.

Sollten sich Justizbedienstete aus anderen Bundesländern und auch aus Rheinland-Pfalz angesprochen fühlen oder sind diese anderer Meinung, so können diese sich gerne bei DJP melden. Natürlich können das auch alle Leser, die nichts mit der Justiz zu tun haben.

DJP kritisiert und akzeptiert deshalb selbst Kritik, Anregungen, Wünsche und Beschwerden. Eine sachliche Diskussion ist ja gerade in der Demokratie erwünscht und notwendig. Da die für meine Sache Verantwortlichen der Justiz in Rheinland-Pfalz kein Interesse an einem sachlichen Dialog oder einer Aufarbeitung haben, muss diese öffentlich erfolgen.

DJP ist aber auch sehr interessiert an Konzepten und Ideen von anderen Bundesländern. Diese können uns gerne übersendet werden. Die rheinland-pfälzische Justiz braucht dringend Ideen, denn es herrscht Stagnation, so meine Meinung.

Liebe Leser, durch das Lesen auf dieser Webseite und in den anderen Publikationen werden Sie selbst schnell verstehen, wieso ein wirksamer Strafvollzug für alle wichtig ist. Wenn Gefangene nicht resozialisiert werden, stellen diese nach Entlassung eine Gefahr für alle da!

Wollen Sie neben einen ehemaligen Strafgefangenen wohnen, der jahrelang unter schlechten Haftbedingungen litt? Ihre Nachbarn können Sie sich nicht aussuchen. Die Haftbedingungen können wir aber alle zusammen verbessern. Dafür arbeitet DJP!

 

Sind die mit dem rheinland-pfälzischen Strafvollzug in Verbindung stehenden Todesfälle mitverantwortlich für meine Rückverlegung in den geschlossenen Vollzug?

Diese Frage ist durchaus berechtigt, wenn man die Zusammenhänge kennt. Ich kenne sie und ich möchte, dass sie diese auch kennenlernen.

Während meiner Unterbringung in den offenen Vollzug der JVA Rohrbach (OVA Wonsheim) berichtete DJP über einen Todesfall in einer rheinlandpfälzischen Haftanstalt aus dem Jahre 2016. Damals wurde die Anstaltsleiterin dieser Anstalt angeschrieben und offen dazu befragt, ob der Todesfall wirklich darauf zurückzuführen sei bzw. sein könnte, dass der Verstorbene die falschen Medikamente und/oder Dosierung erhielt, so wie das von vielen in dieser Anstalt verbreitet wurde.

Eine Antwort erhielt Das Justitia-Paradoxon nicht.

Meine Rückverlegung aufgrund eines angebichen Verdachts, der dünn war, ersichtlich nicht strafbar und aufgrund der Geringe in keinem Verhältnis zur beanstandungsfreien Haft und fortgeschrittener Resozialisierung stand, werte ich aufgrund vieler Umstände als Versuch, berechtigt kritisierende Gefangene zum Schweigen zu bringen.

Daran ändert auch nichts, dass alle deutschen Gerichte die Rückverlegung als vertretbar ansahen. Ich persönlich rechnete ehrlich gesagt nicht mit einer fairen und unbefangenen Beurteilung, wenn die beurteilenden Gerichte nahezu alle selbst durch DJP kritisiert wurden. Teilweise entschieden sogar Richter, deren eigene Verfahren Teil der Kritik von DJP wurden. Es gibt aber auch zahlreiche andere Aspekte, die darauf hindeuten, dass meine Wertung die korrekte ist.

Z. B. wurde ständig endlos übertrieben, was den Vorwurf anging. Das 200 Euro – Vergehen wurde von der JVA Rohrbach als ein schwerwiegendes Vorgehen eingestuft.

An vielen Stellen wurde – ohne rechtskräftiges Strafurteil – von Lockerungsmissbrauch, Fehlverhalten usw. gesprochen. Nach der Verfahrenseinstellung hat sich nichts getan. Seit Rückverlegung werde ich anders beurteilt.

Einige Tage nach dessen Bericht werde ich veranlassen, dass ein umfangreicher Artikel mit Belegen zur Rückverlegung auf DJP publiziert wird.

An dieser Stelle lasse ich allerdings nicht unerwähnt, dass es schon äußerst seltsam ist, einem Gefangenen eine Falschbehaptung vorzuwerfen, um ihn zurückverlegen zu können und ihn dann in genau diesem Verfahren selbst ständig Dinge nachzusagen, die unwahr sind, z.B. Lockerungsmissbrauch.

Ich habe nie die Lockerungen zu Straftaten missbraucht, deshalb ist ein jeder solcher Eintrag eine Falschbehauptung, da gibt es garnichts zu diskutieren. Es hat gute Gründe, wieso die Unschuldsvermutung gilt. Eben gerade deswegen, dass Vorverurteilungen nicht passieren.

Der Artikel, der in Kürze publiziert wird, erlaubt es Ihnen, sich ein eigenes Bild zu machen.

Nun aber zurück zum Zeitpunkt der Rückverlegung. Jetzt wird es besonders brisant.

Der Bericht über den Todesfall in einer rheinland-pfälzischen Anstalt war auf DJP online. Dann im Oktober 2017 (meine Rückverlegung erfolgte im November (!) 2017) wurde in der von Skandalen erschütterten JVA Diez ein Gefangener tot auf seiner Zelle aufgefunden.

Natürlich wirft es ein schlechtes Bild auf die Justiz RLP, weshalb diese nicht gerade ambitioniert ist, solche Vorfälle zu veröffentlichen (ich halte das für eine Schande). Tatsächlich dauerte es monatelang, bis der SWR einen Bericht veröffentichte, der vorher genannten Fall behandelte. Darin war zu lesen, dass gegen den damaligen Anstatarzt wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung ermittelt würde, da der Verdacht bestünde, er habe eine Thrombose nicht behandelt.

Bitte recherchieren Sie dazu selbst im Internet.

Dies, der bekannte Fall des Syrers, der verbrannte – siehe Presse -, die Sache mit der Frau, die überfahren wurde (Prozess gegen Justibedienstete beim LG Limburg) usw. sind äußerst beunruhigend.

Beunruhigend ist auch tatsächlich die medizinische Versorgung in Teilen des rheinland-pfälzischen Strafvollzugs, die JVA Wittlich z. B. findet scheinbar keine Arzt mehr, der dort arbeiten möchte.

Es gibt aber noch viel mehr. Zu den Tdesfällen und der medizinischen Versorgung wird auch bald ein umfangreicher, gut recherchierter und belegter Artikel auf DJP veröffentlicht. Bis dahin wurde der Artikel über besagten Todefall in einer rheinland-pfälzischen Anstalt gelöscht, weil dieser durch Integration in den folgenden Artikel neu positioniert wird.

DJP berichtet über einen Todesfall, dann stirbt ein weiterer Gefangener, kurz darauf wurde ich zurückverlegt.

Hatte man Angst, ich würde davon erfahren und die Fälle in Zusammenhang bringen? Hat man mich deswegen zurückverlegt?

Warum war DJP offline?

DJP war anderthalb Jahre offline, weil man mich aus der OVA Wonsheim in den geschlossenen Vollzug zurückverlegte, wo ich mich weiterhin befinde (derzeit in der JVA Wittlich).

Man warf mir natürlich eine Straftat vor, die ich natürlich auf Das-Justitia-Paradoxon begangen haben soll, also gerade auf der Webseite, durch die ich die Justiz kritisiere. Natürlich hat sich kein Vorwurf bestätigt. Das Verfahren wurde – wie erwartet – eingestellt. Trotzdem verlegt man mich nicht zurück in die OVA. 15 Monate beanstandungsfreie Lockerungen und ein gutes Attest eines Psychologen scheinen für die Anstalten keine Argumente zu sein, stattdessen stellt man meine Person – natürlich genau seit Rückverlegung – anders dar. Bald wird hier ein genauer Bericht darüber mit Belegen publiziert.

Wollen Sie an meinem Leben in der JVA Wittlich in dieser Situation, die Justiz bestreitet natürlich, dass ich wegen der Kritik nicht mehr gelockert bin, teilhaben?

Dann verfolgen Sie mein persönliches Knasttagebuch.

Bitte erzählen Sie jedem von der Webseite und beobachten Sie iese, die anderen du das Social-Media.

Vielen Dank!

Bericht an Bundesregierung

Heute möchten wir noch einmal auf den Bericht an die deutsche Bundesregierung eingehen, welchen wir bald versenden. Das ist eine sehr ernste Angelegenheit, die nicht nur die Vorkommnisse (mutmaßlich: Gewalt von Bediensteten, mögliche Todesfälle aufgrund falscher Medikation/medizinischer Behandlung, allgemein falsche Medikation, das Stehlen eines Manuskripts, Absprache und Rechtsbeugung etc.) betrifft, sondern auch den Kern der Justiz in Rheinland-Pfalz.

Wie beschäftigen uns also mit dem Grundsatz der rheinland-pfälzischen Justiz.

Offensichtlich hat das Ministerium der Justiz in Rheinland-Pfalz resigniert und versagt. Das ist auch nachzuweisen, nicht nur durch den Schriftverkehr und die Ereignisse, um die sich nicht annähernd  gekümmert wird, sondern auch dadurch, dass faktisch keine Resozialisierung in rheinland-pfälzischen Gefängnissen stattfindet, außer -und das möchten wir ausdrücklich betonen- in den OVAs und der JVA Zweibrücken.

Gemäß Verfassung der Bundesrepublik Deutschland besteht nicht nur ein Anspruch der Gefangenen auf eine Resozialisierung, sondern der Gesetzgeber ist dazu verpflichtet. Die Haft ist so zu gestalten, dass diese auf eine Resozialisierung abzielt (auch das BVerfG hierzu in Entscheidung vom 16.12.2015 zu Az. 2 BvR 1017/14). Es ist also nicht einfach so, dass die Gefangenen in den Verwahrvollzug genommen werden und eine vermeintliche Resozialiserung nebenbei stattfindet, sondern die Haft muss dieser primär gelten. Der Gesetzgeber ist dazu verpflichtet, ein wirksames Resozialisierungskonzept bereitzustellen. Das ist in Rheinland-Pfalz nicht der Fall.

Die Ausbeutung der Gefangenen, die niedere Arbeiten verrichten, welche nicht auf die Bediensteten übertragen werden sollen, kann nicht als Resozialisierung gewertet werden. Dem Ministerium geht es dabei darum, dass die Arbeiten, die der Betrieb einer Anstalt erfordert, möglichst günstig ausgeführt werden. Möglichst günstig bedeutet, dass die Gefangenen nicht ausreichend vergütet werden, sondern nur ein paar Euro PRO TAG erhalten. Wir vertreten die Auffassung, dass eine solche nicht angemessene „Vergütung“ den Gefangenen suggeriert, dass sich Arbeit nicht lohnt. Gundi Bäßler, die Anstaltsleiterin der JVA Frankenthal hat dazu einmal gesagt, dass es sich bei den Gefangenenarbeiten meist um Hilfsarbeiten handelt, die durch Bedienstete überprüft werden müssten. Dazu ist anzumerken, dass die Bediensteten oft gar nicht ausgebildet sind, um dies zu tun. Z.B. erschließt sich uns nicht, wieso ein Bediensteter, der nicht gelernter Koch ist, besser kochen können soll als  Gefangene. Wenn eine Person in der freien Marktwirtschaft arbeitet, z.B. als Hilfsarbeiter, dann  ist der Fall genau gleich gelagert. Auch diese Arbeiten werden durch Vorgesetzte überprüft und trotzdem erhalten diese den Mindestlohn. Dieses Argument greift also nicht.

Zudem entsteht weiter die Frage, wieso nur Hilfsarbeiten angeboten werden und nicht Arbeiten in normaler Form, die den Gefangenen wirklich nützen, weil diese ihre Familien unterstützen und Geld für die Zeit nach der Haft ansparen könnten.

Die einzigen Einrichtungen in Rheinland-Pfalz, in denen eine Resozialisierung wenigstens annähernd möglich ist (annähernd, weil den Gefangenen dort auch teilweise Steine in den Weg gelegt werden, da diese beruflich nicht erfolgreicher sein dürfen als Bedienstete), sind die Einrichtungen des offenen Vollzugs und die JVA Zweibrücken. In ersteren können die Gefangenen in der freien Marktwirtschaft arbeiten, in der JVA Zweibrücken werden diese ausgebildet und können nach der Haft davon profitieren.

Letztendlich wird deutlich, dass der Gesetzgeber alles primär darauf ausrichtet, dass die Anstalten möglichst viel Überschüsse generieren und die Justizkassen ihr Geld erhalten. Das ist die primäre Ausrichtung, nicht die Resozialisierung, wie es verfassungsrechtlich verlangt wird. Auch wenn eine Umstellung sehr umfangreich wäre, so ist das keine Entschuldigung, getan werden muss es trotzdem.

Das Ministerium der Justiz in Rheinland-Pfalz tut nichts, um eine positive Entwicklung der Haftsituation in Rheinland-Pfalz zu erreichen, weshalb die Gefängnisse alle überfüllt sind. Gemäß Statistischem Jahrbuch 2017 des Statistischen Bundesamtes unter Ziffer 11.3.1 (Belegungsfähigkeit/Belegung von Haftanstalten) waren von den 3.403 rheinland-pfälzischen Haftplätzen 3.051 belegt, was eine Auslastung von 90 % bedeutet. Die Statistik stammt von 30.11.2015. Die Situation dürfte sich bis dato weiter verschlechtert haben. Interessant dabei ist, dass das Rheinland-Pfalz die zweithöchste Belegungsquote aller Bundesländer aufweist, was unsere Ausführungen dazu bestätigt.

Hier geht es zum Statistischen Jahrbuch von 2017.

Zudem wird die Situation für die Gefangenen selbst ständig verschlechtert, so dass wir von einer Deliberalisierung sprechen müssen.

Beispiele hierfür:

  • Abschaffung Überbrückungsgeld, dass die Justiz ihre Forderungen gegenüber den Gefangenen besser eintreiben kann
  • Abschaffung der drei Pakete mit Nahrungs- und Genussmitteln, die Gefangene sich jährlich schicken lassen durften
  • Verringerung der Summe, die Gefangenen, welche sich nicht durch Arbeit in den JVAs ausbeuten lassen möchten, monatlich für den Einkauf zusteht von der 6fachen- auf die 3fache-Eckvergütung, also auf ca. 40 Euro IM MONAT (wichtig: es geht hierbei um das eigene Geld, welches die Gefangenen besitzen)

Diese negativen Veränderungen zielen alle darauf ab, dass die Gefangenen arbeiten müssen, um einigermaßen über die Runden kommen zu können, so dass die JVAs ihre Überschüsse erwirtschaften können. Es handelt sich hierbei also um eine versteckte Arbeitspflicht.

Draußen verändert sich alles soziologisch weiter, während sich der Zustand in Gefängnissen in Rheinland-Pfalz ständig gegenteilig verschlechtert.

Andere Bundesländer haben zum Teil auch die Pakete abgeschafft, aber für Ersatzeinkäufe gesorgt. Rheinland-Pfalz nicht.

Auch wenn die Gefangenen dürftig ernährt werden, von 40 Euro im Monat kann man nicht leben. Für Briefmarken, Tabak, Kaffee reicht das nicht annähernd, egal wie man sich einschränkt. Das ist jedem rational denkenden Menschen klar.

Die Verringerung auf die 3fache-Eckvergütung dürfte zudem eine Racheaktion dafür gewesen sein, dass ein Gefangener (Daniel Walochni) einen großen Prozess gegen die JVA Frankenthal beim OLG Zweibrücken gewonnen hat, so ähnlich wurde ihm das auch direkt gesagt. Darum wird sich noch gekümmert.

Es gab zu dem einen oder anderen Thema schon einmal Verfassungsbeschwerden, welche aber fehlerhaft waren. Wir sind prädestiniert dazu, diese erneut zu stellen, um eine Klärung herbeizuführen. Anders argumentiert und fehlerfrei.

Wir hoffen indes aber, dass wir eine Lösung gemeinsam mit der Bundesregierung finden werden.  Wir denken, dass eine Koalition zwischen Konservativen, Linken und Liberalen dafür vorteilhaft sein könnte, für die Reformierung der rheinland-pfälzischen Justiz. Diese wird nach unserem Bericht in jedem Fall gesprächsbereit sein, um eine Lösung zu finden, anders als das Ministerium der Justiz RLP, die diese Themen offensichtlich nicht interessieren.

Wir gehen davon aus, dass die Sondierungsgespräche, welche wohl schon versteckte Koalitionsverhandlungen sind, bald abgeschlossen sein werden und die Regierung dann recht schnell gebildet werden kann. Sobald die Ministerposten besetzt sind, senden wir unseren Bericht dann dorthin, welcher übrigens nicht nur Kritik aufweist, sondern auch erstaunlich interessante Konzepte zur Verbesserung.

Andernfalls bleiben uns die Verfassungsbeschwerden und der EuGH. Es sind übrigens noch andere Schritte am Laufen von anderen Stellen, zu denen wir uns aber nicht äußern, um die Verfahren nicht zu gefährden.

Wir informieren Sie, nachdem der Bericht versendet wurde.

Das Justitia-Paradoxon ist völlig rechtskonform

Die Webseite „Das Justitia-Paradoxon“ sowie alle angeschlossenen Projekte sind völlig rechtskonform gestaltet.

Wir haben nach einer Rechtsberatung unsere Projekte überarbeitet. Diese sind nun alle nach den aktuellen Datenschutz- und EU-Richtlinien völlig rechtskonform.

Wir möchten das auch so. DJP ist zu 100 % legal – das ist unsere Stärke!

Außerdem erwarten wir bald hohen Besuch von der deutschen Bundesregierung und dem Verfassungsschutz und möchten auch deswegen natürlich eine 100 %ig einwandfreie Webseite präsentieren.

Gemäß unserer Recherchen erfüllen übrigens eine Vielzahl von staatlichen Webseiten und denen der Länder nicht alle Richtlinien. Wir werden uns darum kümmern, dass das geändert wird, denn jede Webseite untersteht diesen Richtlinien und Deutschland untersteht sowieso dem EU-Recht. Dazu natürlich bald mehr unter Offene Briefe.

Was passiert nun?

Es wird jetzt ernst! Es werden gerade die Presseberichte erstellt – über alles, auch das, was bisher verborgen blieb. Diese werden dann an die großen Agenturen weitergegeben, auf DJP, DJP-Presse und allen offenen Presseportalen veröffentlicht. Außerdem werden diese über die üblichen Presseverteiler versendet, so dass jedes Medium Zugriff darauf hat. Es gibt dann kein „Zurück“ mehr! Aber das macht nichts: Wir haben es satt und langsam keine Geduld mehr!

Vorher werden diese eventuell an den Anstaltsleiter der JVA Rohrbach Norbert Henke und die Anstaltsleiterin der JVA Frankenthal Gundi Bäßler versendet, so dass diese Stellung dazu nehmen können – so fair sind wir eben eventuell!

Bevor hier weiterhin viele Neuigkeiten veröffentlicht werden, kümmern wir uns erst einmal darum und um die vorhanden Seiten. Diese werden vervollständigt, korrigiert und überarbeitet. Es werden nun erst alle schon vorhanden Teile fertiggestellt, bevor wir mit neuen Artikeln weitermachen.

In erster Linie geht es nun darum, dass die Pressemeldungen versendet werden, ebenso wie die Berichte an den Verfassungsschutz und die Bundesregierung, sobald diese gebildet ist. Die Sparte „offene Briefe“ und „Dokumente“ werden vervollständigt und aktualisiert.

Das DJP-LJVollzG RLP und das Aufklärungspapier werden fertiggestellt und veröffentlicht. Die Merchandise-Sparte wird vorangetrieben. Das Buch wird ausführlicher vorgestellt, es wird weitere Leseproben geben.

Im Hintergrund arbeiten wir weiter am Buch, an der Sache bzgl. der Gefangenenausbeutung, an Justizvollzugsanstalt.com, an der Suchmaschinenoptimierung usw. Es gibt also viel zu tun.

In den nächsten 6-12 Monaten werden wir ganz oben in Google gelistet sein, mit allen Begriffen, die wir dort benötigen und dann beginnen wir viel wirksamer mit der Aufklärung.

Wir möchten Ihnen noch einmal erläutern, warum unsere Projekte anders sind, als die, die es schon gibt. Schauen Sie z.B. nach dem Suchbegriff „gundi bäßler“ in Google. Unsere Webseiten Das Justitia-Paradoxon und Justizvollzugsanstalt.com belegen den 4. und 5. Platz. Wenn wir nun etwas unter diesen Begriffen auf unseren Webseiten veröffentlichen, ist das sofort auf Seite 1 in Google zu sehen und keiner kann etwas dagegen tun. Deshalb arbeiten wir so hart und bringen die Geduld auf, das alles mitzumachen.

Hier der Screenshot mit den Google-Suchergebnissen.

Die Gegner dieser Webseite werden bald nichts mehr zu lachen haben!

Haushalts-Sanierung auf Kosten Gefangener

Wir haben lange ermittelt. Das war der Grund, wieso wir hier eine Zeitlang nichts veröffentlicht hatten. Es geht darum, wieso die Resozialisierung rheinland-pfälzischer Gefangener immer weiter in den Hintergrund rückt.

Das Land Rheinland-Pfalz möchte Geld einsparen und verdienen. Wo geht das besser als über die Justizbehörden?

Millionen-Überschüsse erwirtschaftet es schon über die Gefangenen, dadurch, dass diese ohne Gewerkschaft und ohne Mindestlohn für oft nicht mehr als einen Euro pro Stunde arbeiten.

Von guten Anwälte, die den Gefangenen geholfen haben, schnell in die Insolvenz zu gehen, um nach der Haft neu anfangen zu können, wird den Gefangenen abgeraten. Stattdessen werden den Gefangenen Insolvenzberater empfohlen, die Jahre brauchen, um die Insolvenz einzuleiten.

Die Einkaufssituation hat sich stetig verschlechtert, um die Gefangenen zur Arbeit zu zwingen.

Das Überbrückungsgeld wurde abgeschafft, so dass die Landesjustizkasse ihr Geld pfänden kann.

Das alles wird gemacht, so dass die Justiz besser ihr Geld einfordern kann. Das wird auf Kosten der Resozialisierung getan. Dadurch beweist das Land mal wieder, dass ihm die Resozialisierung völlig egal ist. Ja, dass diese sogar bewusst blockiert wird, nur um den Haushalt aufzubessern.

Weitere Informationen können wir Ihnen noch nicht dazu geben. Nur so viel: Es wird interessant. es tut sich gerade einiges, was diesen Zustand bald ändern wird.

Wir kommen euch auf die Schliche und klären alles auf – restlos und unzensiert!