Meine Intention

Sie fragen sich bestimmt auch, wieso ich mich gegen die Ereignisse wehre. Die Vereinfacher unter Ihnen werden wohl denken: „Erst kriminelle Taten verüben und sich dann auch noch beschweren!“

So einfach ist es aber nicht.

Ich habe kriminelle Taten begangen, ja! Ich stehe dazu und habe diese aufgearbeitet. Ich habe mich der Wirtschaftskriminalität schuldig gemacht. Ich habe ein Urteil erhalten und ich bezahle dafür! Ich finde es gerecht, dass ich in Haft bin und für meine Taten bestraft werde. Ich habe niemals etwas anderes behauptet. Ganz im Gegenteil, ein Psychologe hat bei mir festgestellt, dass ich die Taten wirksam aufgearbeitet habe und echte Änderungsbereitschaft zeige.

Ich habe mich niemals über meine Inhaftierung und meine Haftstrafe beschwert!

Ich bin seit dem 13.04.2015 inhaftiert und ich führe mich einwandfrei. Ich bin ein Mustergefangener.

Ich merkte jedoch schnell, dass die Justiz selbst es nicht so ernst nimmt, wenn es um die Einhaltung von Gesetzen geht. Mein Eindruck ist, dass die Unwissenheit vieler Gefangener schamlos ausgenutzt wird, um selbst ein bequemes Berufsleben zu führen. Außerdem wird -meiner Meinung nach- nicht resozialisiert, zumindest im geschlossenen Vollzug.

Ich bin Zeuge geworden von Rassismus und von inkompetenter medizinischer Versorgung, wodurch eine akute Lebensgefahr besteht. Desweiteren wird so viel vertuscht, dass man manchmal glauben könnte, dass „JVA“ für Justizvertuschungsanstalt steht. Grundrechte werden mit Füßen getreten.

Ich gab anfangs den ersten Teil meines Manuskripts an den VAL der Abteilung 4 der JVA Rohrbach weiter, um diesem die Chance zur Stellungnahme zu geben und bat um Weitersendung des Manuskripts. Es wurde nicht weitzergesendet und ich habe es nicht zurückerhalten. Wir leben nicht in Nordkorea, eine Zensur ist verboten. Das Grundgesetz steht völlig auf meiner Seite. Ich habe das Recht auf Presse-, Meinungs- und Medienfreiheit.

Ich bin der festen Überzeugung, dass, wenn nicht einmal die Justiz die Gesetze befolgt, eine Resozialisierung nicht möglich ist. Gerade gegenüber dem „Bodensatz der Gesellschaft“ sollte und muss man die Gesetze befolgen. Die JVAs sind kein rechtsfreier Raum. Dem Gesetz untersteht jeder! Und ich finde, dass es die größte Heuchelei ist, wenn genau die, die mit der Durchsetzung von Recht beauftragt sind, selbst dagegen verstoßen.

Ich möchte in erster Linie aufklären, um eine Verbesserung zu erzielen. Ich kritisiere nicht einfach nur. Ich gebe auch konstruktiv Verbesserungsvorschläge. Ich möchte einfach für eine bessere Resozialisierung der Gefangenen und somit für eine bessere und sicherere Gesellschaft sorgen.

Die Justizvollzugsanstalten sollen nicht drecken und nicht lecken. Die Gesellschaft soll beruhigt sein, ein ruhiges Gewissen haben. Ich zeige nun, was wirklich hinter den Mauern abläuft und warum auch Sie Nachteile durch den -meiner Meinung nach- desolaten Zustand der -zumindest- rheinland-pfälzischen Justiz haben könnten.

Denken Sie daran: Die Gefangenen von heute sind Ihre Nachbarn von morgen.

Was der Name „Das Justitia-Paradoxon“ bedeutet, erfahren Sie hier: Justitia.