KW 50 – Sportausfall in der JVA Wittlich

„Bezogen auf den Erwachsenenvollzug in der JVA Wittlich“

09.12.2019 – ein bis zweimal Sport
10.12.2019 – mehrmals Sport
11.12.2019 – zwei bis dreimal Sport
12.12.2019 –ein bis zweimal Sport
13.12.2019 – kein Sport
14.12.2019 – kein Sport
15.12.2019 – kein Sport

BGH: Freisprüche für Justizbedienstete

Am 09.09.2019 haben wir über das Revisionsverfahren der zwei Angeklagten und erstinstanzlich verurteilten Justizbedienstete berichtet. Hier geht´s zum Bericht.

Am 26.11.2019 hat der Bundesgerichtshof nun geurteilt. Beide Justizbedienstete sind freigesprochen worden. Sie sind unschuldig. Die vorherigen Urteile des Landgerichts Limburg  sind somit nichtig. Es soll noch erwähnt werden, dass der Vorsitzende des Senats in seiner Urteilsbegründung feststellte, dass die Justizbediensteten den Sachverhalt ordnungsgemäß geprüft haben. Fehler in Ausübung der Sorgfaltspflicht hat es demnach keine gegeben.

Natürlich kann keiner vorhersehen, dass etwas passiert, schon gar nicht in dem Ausmaß, wie es der Fall war. Für die Gesellschaft bleibt zu hoffen, dass die Zahlen der Vollzugslockerungen wieder spürbar steigt. Seit der erstinstanzlichen Verurteilung waren viele Bedienstete verunsichert. Der Strafvollzug hat jetzt zu beweisen, dass das nicht nur eine Ausrede war, sondern dass die Freisprüche auch zu einer positiven Veränderung führen.

„Gewinner“ gibt es in dieser tragischen Geschichte jedoch keine, das soll hier klargestellt werden. Ein Mann hat dafür gesorgt, dass eine unschuldige junge Frau völlig sinnlos ihr Leben verlor. Nur darum geht es. Mir tut das wirklich sehr leid. Ich glaube nicht, dass die Angehörigen  je darüber hinwegkommen können, der Schmerz wird immer bleiben. Aber ich hoffe wirklich aufrichtig, dass sie nun, nachdem alle Verfahren abgeschlossen sind und der Täter seine gerechte Strafe erhalten hat, wenigstens etwas zur Ruhe kommen können und es vielleicht schaffen, irgendwann damit leben zu können.

Es ist schwer, als Unbeteiligter dafür aber richtige Worte zu finden. Mir war es nur wichtig, dass bei dieser Sache betont bleibt, wer die Leidtragenden sind. Ich wünsche den Angehörigen alles Gute!

KW 49 – Sportausfall in der JVA Wittlich

„Bezogen auf den Erwachsenenvollzug in der JVA Wittlich“

02.12.2019 – ein bis zweimal Sport
03.12.2019 – scheinbar alle Sportveranstaltungen für diesen Tag
04.12.2019 – ein bis zweimal Sport
05.12.2019 – kein Sport
06.12.2019 – kein Sport
07.12.2019 – kein Sport
08.12.2019 – kein Sport

KW 48: Indische Currysuppe vom 28.11.2019

Donnerstag, den 28.11.2019

Zutaten p. P.:

Wasser
Currypulver
Reis
etwas Gemüse

Preis p. P.: (geschätzt)

0,50 Euro

Zubereitung:

Curry und Wasser mischen und Gemüse total zerkochen. Reis verkochen (nicht abwaschen, sodass er sandig bleibt) und in die Suppe geben. Lauwarm servieren und zur Suggestion von Kreativität „Indisch“ nennen.

Bemerkung:

Diese Woche ist wieder etwas interessantes passiert. Erst vor zwei Wochen gab es zum Mittagessen eine Frikadelle. Diese Woche (am 26.11.2019) wieder. Um das zu verbergen, nannte man die Frikadelle diesmal einfach „Hackbraten“. Brao! Man kann sie noch Bulette, Fleischpflanzerl und / oder Fleischklops nennen, so kann man jede Woche Frikadellen  ausgeben, den Schein der Variation aber wahren.

 

KW 48 – Sportausfall in der JVA Wittlich

„Bezogen auf den Erwachsenenvollzug in der JVA Wittlich“

25.11.2019 – zwei bis dreimal Sport
26.11.2019 – zwei bis dreimal Sport
27.11.2019 – kein Sport
28.11.2019 – ein bis zweimal Sport
29.11.2019 – einmal Sport
30.11.2019 – kein Sport
01.12.2019 – kein Sport

KW 47 – Sportausfall in der JVA Wittlich

„Bezogen auf den Erwachsenenvollzug in der JVA Wittlich“

18.11.2019 – zwei bis dreimal Sport
19.11.2019 – mehrmals Sport
20.11.2019 – mehrmals Sport
21.11.2019 – zwei bis dreimal Sport
22.11.2019 – ein bis zweimal Sport
23.11.2019 – kein Sport
24.11.2019 – kein Sport

Das Essen wird stets schlechter

Leider ist festzustellen, dass die Qualität des Essens zunehmend schlechter wird – und zwar insgesamt. Letzte und diese Woche war es sehr schlimm, Es gab wieder das ungenießbare Rahmgemüseragout (13.11.2019), ein Kassler, das von Konsistenz und Aussehen an einen Pferdhuf erinnerte, so zäh und durchwachsen, dass auch das unenießbar war (14.11.2019). Samstags (17.11.2019) gab es mittags wieder zwei Germknödel als Hauptgericht (nicht als Nachspeise) und abends „Nudelsalat“ in Seifenlauge.

Aber klar, wir sind Strafgefangene. Daher haben wir kein Recht auf genießbare Essen.

„Sollen die doch froh sein, dass sie überhaupt was kriegen.“ Natürlich ist für intelligente Menschen klar, wer Straftaten begeht, hat danach nie wieder ein Recht auf irgendwas. Wieso sollten die Steuergelder auch sinnvoll für genießbare Essen ausgegeben werden für Einbrecher und Schwarzfahrer. Dann werden die Grundzutaten lieber ungenießbar gekocht, so dass viel davon weggeworfen werden muss. Ja, ja, das ist sinnvoll!

Mit Essen im Gefängnis ist es wie mit Essen auf einem Schiff. Ist es schlecht, ist die Stimmung schlecht. Welche Folgen eine schlechte Stimmung (das Essen ist dja nur ein Teil der Gründe) in Gefängnissen haben könen, dürfte jedem klar sein. Wundern braucht sich dann keiner mehr!