JVA Wittlich: Fortgesetzte Verhöhnung von Gefangenen

VALin A. der Abteilung 6 der Justizvollzugsanstalt Wittlich hat wieder „gewütet“ und verhöhnt mich weiterhin dadurch, dass sie behauptet, es wäre mir möglich gewesen, ohne dass ich dafür gelockert werde, einen Arbeitsplatznachweis zu erbringen. Gleichwohl sieht sie angeblich ein, dass die derzeit gewährten Ausgänge sinnlos sind, reagiert aber dennoch nicht und lobt sich selbst für die wertlosen Ausgänge.

Rechtsverdrehereien, Absurditäten, eigenartige Interpretationen und Halbwahrheiten sind diejenigen ja mittlerweile von der JVA Wittlich gewöhnt, die sich für Tatsachen und die Wahrheit interessieren.

Unbeeindruckt davon, dass sie längst ertappt und überführt sind, hören sie aber nicht auf. Sie machen weiter, einfach weiter…

Die VALin A., die Falschbehauptungen aufstellt, die Unschuldsvermutung nicht akzeptiert und die mehrmals des rechtswidrigen Handels überführt wurde, verrichtet nicht nur weiter ihren Dienst, als wäre das alles nicht geschehen, was schlimm genug ist. Nein, sie gibt weiterhin Unsinnigkeiten von sich, das auch noch schriftlich.

Mit Schreiben vom 24.11.2019 bat ich sie bzw. beantragte ich, die sinnlosen Ausgänge in solche umzuwandeln, die es mir endlich erlauben, einen Arbeitsplatz zu suchen und meine Schulden zu regulieren, was die JVA Wittlich sogar selbst fordert.

Knapp zwei Monate nach Eingang meines Schreibens an Sie, hat sie endlich geantwortet. Das mit Schreiben vom 24.01.2020, was Sie nachfolgend downloaden können:

Schreiben der VALin A., Abteilung 6 der JVA Wittlich, vom 24.01.2020 zum Aktenzeichen 4514 E 19 – 39(11).

Wir beschäftigen uns nun damit. Zur besseren Überischt teilen wir das in zwei Punkte ein: 1. Die Entschuldung und 2. Die Arbeitsplatzsuche.

Zuerst einmal ist auf die ersichtlich unbegründete Verzögerung hinzuweisen. Die zwei Monate dauernde „Bearbeitung“ beweist einmal mehr, dass kein Interesse seitens der JVA Wittlich besteht, mich wirksam zur Resozialisierung und Eingliederung zu lockern, auch wenn diese naturgemäß das Gegenteil behauptet. Hier spielen aber wieder Tatsachen und Handlungen eine Rolle, denn reden kann bekanntermaßen jeder viel.

Die JVA Wittlich betrachtet Lockerungen zur Resozialisierung, zu der sie verpflichtet sind, offenbar als Geschenk, die nach Gutdünken verteilt werden können. Natürlich an die, die ihnen Honig um den Mund schmieren. Der gesellschaftliche Auftrag, die Resozialisierung, denn nur dafür existiert der Strafvollzug, betrachtet sie demnach quasi als Werkzeug, um sich das Ego streicheln zu lassen.

Bedienstete, die ihren Auftrag ernst nehmen und tatsächlich an einer Resozialisierung und Eingliederung interessiert sind, handeln nicht so. Sie suchen schnell eine Lösung und verzögern und vereiteln eine solche nicht.

Punkt 1:

Die JVA Wittlich lockerte mich in Form von monatlichen Begleitausgängen á vier Stunden im Stadtgebiet von Wittlich, um mir eine Sichtung der Unterlagen zu ermöglichen. Ignoriert hat sie dabei die doch leicht verständliche Tatsache, dass ich die Unterlagen, die sich 120 km entfernt an meinem zukünftigen Wohnort befinden, schlecht in Wittlich heraussuchen und sortieren kann.

Durch meine psychologisch attestierte und nie widerlegte Tataufarbeitung bin ich zu ehrlich, um die Ausgänge für etwas anderes als den bestimmten Zweck zu nutzen.

Daher habe ich diese Ausgänge nicht in Anspruch genommen. Stattdessen bat ich um Anpassung.

In nun ergangenem Bescheid vom 24.01.2020 teilt die VALin A. dann mit, dass sie Verständnis für die vorgetragene Problematik hätte. Auch sie hat es also nun verstanden. Geändert hat sie jedoch nichts. Ihr Verständnis nutzt mir nichts, wenn mir nicht der Rahmen geboten wird, die Ausgänge zur Schuldenregulierung zu nutzen, die die JVA Wittlich ja schließlich selbst fordert.

Anstatt die notwendigen Anpassungen vorzunehmen, beweihräuchert sich die VALin A. lieber selbst, indem sie auf Seite 2 behauptet, den gesellschaftlichen Auftrag durch Gewährung der Begleitausgänge zu erfüllen. Dazu verweist sie auf die nutzlosen Ausgänge.

Das ist wieder einmal unfassbar. Es ist natürlich leicht, Gefangene schlecht zu machen, um sie nicht lockern zu müssen und dann zu ignorieren, sobald sie die Forderungen umsetzen wollen.

Genauso verhält es sich mit nächsten Punkt.

Punkt 2:

Der seit meiner Argumentation im November 2019 sprachlose Anstaltsleiter hatte ja tatsächlich bemängelt, dass ich einen Arbeitsplatznachweis schuldig geblieben sei.

Aufgrund dessen und weil ich nach der Haft natürlich arbeiten will, bat ich drum, mich dafür zu lockern. Ich kann einen Arbeitsplatznachweis unmöglich aus dem geschlossenen Vollzug erbringen.

Dazu genügt es nicht, dass ich Passfotos mache und Bewerbungsmappen erstelle, die ich dann dem potenziellen Arbeitgeber mit dem Absender der JVA Wittlich sende, was ihn sicherlich dazu bewegen wird, mich einzustellen, sofern das überhaupt in der JVA möglich wäre.

Im Bescheid erwähnt sie nun erst einmal, dass sie meinen berechtigten Einwand nicht akzeptieren kann. Das interessiert mich natürlich nicht. Dass die Wahrheit für die Verantwortlichen schwer zu akzeptieren ist, verstehe ich durchaus.

Mir geht es aber eben nur um die Wahrheit und die Tatsachen. Sofern man sich damit nicht beschäftigen will, hört sich ihr Vortrag ja einigermaßen vernünftig an. Schließlich bestehen ja – ihre eigenen – Erkenntnisse, die sie in ihrem Vollzugsplan darlegt.

Die Wahrheit ist aber doch wieder eine ganz andere. Zum einen ist allein sie dafür verantwortlich, dass sie keine Erkenntnisse über meine berufliche Planung hat, weil sie, trotz zahlreicher Angebote von mir, Unklarheiten auf Anfrage zu beseitigen, nicht in Anspruch genommen hat. Sie hat mich nie nach meiner beruflichen Planung gefragt, weil sie nur vermeintlich negatives Füllmaterial für ihre Vollzugspläne suchte, weshalb sie Unklarheiten gar nicht beseitigen wollte.

Sie wollte mich ohne solche Erforschungen des Sachverhalts dazu zwingen, eine Umschulung zu machen. Als Vorwand dafür verwendete sie den Umstand, dass ich länger nicht mehr in meinem Ausbildungsberuf arbeitete. Warum das so ist, hat sie auch nie gefragt. Die Verantwortlichen wollen mich von der Zelle haben, dass ich aufhöre aufzuklären.

Im Bescheid vom 24.01.2020 schreibt die VALin A., dass ich hier meine „berufliche Perspektive“ hätte verbessern können, dies hätte ich aber nicht beantragt, weshalb ich selbst Schuld sei.

Das ist aber seltsam, denn in meinem Schreiben vom 24.11.2019 bat ich um die Möglichkeit, mir einen Arbeitsplatz zu suchen und nicht um eine Verbesserung der beruflichen Perspektive. Da verwischt sie wieder einmal unterschiedliche Dinge.

Ich möchte mir einen Arbeitsplatz suchen, um möglichst nahtlos nach Entlassung ins Berufsleben einsteigen zu können. Meine berufliche Perspektive bedarf  indes keiner Verbesserung. Das glaubt nur sie seit Rückverlegung, weil sie die Realität ignoriert.

Die Realität ist die, dass ich zwei Berufe habe, ich bin  Elektriker und  Webdesigner.

Das wissen auch alle, die sich – im Gegensatz zur JVA Wittlich – wirklich mit mir beschäftigt haben.

Das Landgericht Mainz weist mich in meinem Urteil vom 11.12.2015 (1 Kls 3330 Js 4186/15) als Elektriker und Webdesigner aus.

Die JVA Frankenthal betont deshalb im Vollzugsplan vom 01.02.2017, der der letzte vor der Rückverlegung war, gerade meine gute berufliche Perspektive.

Natürlich, denn kaum ein Gefangener hat auch nur einen Beruf; ich hingegen gleich zwei. Sollte ich dennoch irgendwann weitere Maßnahmen zur Weiterbildung ergreifen, dann entscheide ich das als mündiger Bürger allein.

Hier ist es ja so, dass die JVA Wittlich nicht nur ignoriert, dass ich eine abgeschlossene Berufsausbildung habe, sondern mir meinen Beruf als Webdesigner völlig unterschlägt, trotz der Feststellungen der JVA Frankental und des Landgerichts Mainz.

Das hängt damit zusammen, dass sie im Bestreben, meine Aufklärung zu diskreditieren und kriminalisieren, gleich meine ganze Tätigkeit als Webdesigner kriminalisieren will, um so zu erreichen, dass ich nicht weiter aufarbeite. Dazu will sie sogar, wenn es nach ihr ginge, dass ich nicht im gesamten IT-Bereich arbeite, ohne irgendwelche Gründe dafür zu nennen, die auch nur annähernd nachvollziehbar und plausibel wären.

Natürlich ist dieser unsinnige Versuch längst gescheitert, und die Verantwortlichen  – und gerade die JVA Wittlich – werden feststellen müssen, dass die Onlineprojekte nur ein kleiner Teil der Aufklärung sein werden und deswegen ihr geringstes Problem sind.

Beruf, also eine Profession, ist das, womit man Geld verdient. Ich habe mit meinen Webseiten als Webdesigner legal Geld verdient, zudem bin ich in der Lage, Webseiten zu erstellen, zu warten und zu führen und kriege diese sogar in den Suchmaschinenergebnissen weit nach oben, deshalb bin ich, wie es auch das Landgericht Mainz festgestellt hat, Webdesigner.

Was Leute darüber denken, die nie mit mir reden, und die ein Interesse haben, wegen der Kritik meine Tätigkeit als Webdesigner schlecht zu machen, interessiert mich dabei nicht, sondern wieder nur die Tatsachen.

Ich will arbeiten und mir einen Job suchen. All das ist doch sehr vernünftig. Deshalb verstehe ich nicht, dass die JVA Wittlich mich dennoch weiter blockiert und mich nicht unterstützt, wobei ich doch grundsätzlich gelockert bin. Selbst dann, wenn es möglich wäre, mich von hier aus zu bewerben. Wieso erleichtert man mir das nicht dadurch, dass man mich das bei Ausgängen machen lässt?

Weil man mich nicht wirksam lockern will, das ist der einzige Grund.

Natürlich muss ich ins Internet und zum Arbeitsamt, um mir jetzt aktuelle Stellenangebote herauszusuchen, worauf ich mich überhaupt erst bewerben kann. Dazu muss ich an meine Unterlagen. Ich brauchen meinen Lebenslauf, Arbeitszeugnisse, Referenzprojekte usw. Meinen Gesellenbrief z.B. holte ich nie ab, der liegt immer noch auf der Handwerkskammer. Ich muss außerdem zu Vorstellungsgesprächen usw.

Das alles ist nötig, um einen Arbeitsplatznachweis zu erbringen. Das alles ist eben faktisch nicht aus dem geschlossenen Vollzug möglich, was auch wieder logisch ist. Das alles will man mich nicht machen lassen, somit will man nicht resozialisieren und eingliedern. Dass man dann das Gegenteil behauptet und mir noch vorwirft, dass ich keinen Arbeitsplatznachweis erbringe, was ich will, sie mich aber nicht lassen, ist blanker Hohn. Resozialisierung á la JVA Wittlich.

 

 

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