Macht die Justiz über andere Behörden weiter?

Die Interaktionen mit dem Jobcenter sind bisweilen äußerst seltsam. Es scheint so, als würde es dort weitermachen, wo die Justiz mit meiner Entlassung aufhören musste: mich in irgendeine Arbeit zu vermitteln, sodass keine Aufklärung stattfindet (nach deren Auffassung).

Naturgemäß muss ich mich nach meiner Entlassung bis zu dem Zeitpunkt, an dem ich einen Job habe, beim Jobcenter melden. Es scheint gerade so, als versuchten die Verantwortlichen des Ministeriums der Justiz in Mainz und der JVA Wittlich über dieses das zu erreichen, was Ihnen in Haft nicht gelungen ist: mich zur Arbeit zu zwingen (werden Sanktionen jedweder Art angedroht, ist es Zwang). Das tun die Verantwortlichen, weil sie glauben, das würde mich zum Schweigen bringen.

Derzeit habe ich weder einen Bescheid noch eine finanzielle Unterstützung vom Jobcenter erhalten, dennoch wollte mich es mich schon unter der Androhung von Sanktionen -trotz einer Berufsausbildung und zweier Berufe- zu Hilsarbeiten zwingen. Dabei wäre mir das aus vielerlei Gründen gar nicht möglich, was das Jobcenter sehr wohl weiß. Ich habe weder Geld für Fahrten noch für Bewerbungen und Gummistiefel etc. Besonders absurd ist aber, dass man mich zu einem 450-Euro-Job zwingen will, obwohl ich derzeit auf Grund der noch nicht bewilligten Leistungen noch nicht einmal krankenversichert bin! Das Jobcenter weiß auch das ganz genau, es scheint die dortigen Mitarbeiter -wie auch die anderen fehlenden Kriterien- nur nicht zu interessieren.

Das Jobcenter in Alzey sendete mir also, bevor ich Leistungsempfänger bin, einen Vermittlungsvorschlag für eine unpassende und unmögliche Stelle in Form eines 450-Euro-Jobs, bei dem ich nicht versichert gewesen wäre. Das muss man sich mal vorstellen! Wären die anderen o.g. Kriterien erfüllt gewesen, hätte ich unter Zwang durch das Jobcenter unversichert in einem Job gearbeitet, durch welchen ich ebenfalls nicht versichert gewesen wäre.

Da bleibt einem doch gar nichts anderes übrig, als davon auszugehen, dass das Land Rheinland-Pfalz weitere erfolglose Versuche unternimmt.

Natürlich werde ich arbeiten. Ich werde mich für passende, meiner Qualifikation und Berufsplanung entsprechende, Stellen bewerben. Der Sinn dieser Versuche bleibt weiterhin unklar. Ich habe alles längst so eingerichtet, dass alle Projekte neben der Arbeit, nach Antritt der neuen Stelle, laufen werden. Zudem beeilen wir uns mit unseren Arbeiten (vor allem am ersten Buch), so dass wir vor Antritt noch möglichst viel geschafft kriegen.

Es wird mir geradezu große Freude bereiten, wenn die Verantwortlichen merken, dass Ihnen eine Beschäftigung meiner Person in Bezug auf die Aufklärung nichts nutzen wird. Dass ihre “Pläne” wieder einmal scheitern werden.

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